Aufenthalt in Deutschland

 

 Darf ich in Deutschland leben und arbeiten? 

1.   Wenn Ihr Heimatland zur Europäischen Union (EU), zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz (CH) gehört:

Wenn Sie in einen Mitgliedsstaat (EU, EWR oder CH) reisen, dann dürfen Sie dort 3 Monate lang leben. Also auch in Deutschland. Dazu brauchen Sie nur Ihren Reisepass oder Ihren Personalausweis (ID-Card). Sie dürfen nur länger als 3 Monate bleiben, wenn Sie einen Arbeitsplatz haben. Oder wenn Sie eine eigene Firma haben. Oder wenn Sie genügend Geld zum Leben haben.

 

Wenn Sie Familienangehöriger eines EU-Bürgers sind, dann dürfen Sie auch hier leben. Sie dürfen auch hier leben, wenn Sie Geld vom Staat brauchen.

 

Wenn Sie länger als 5 Jahre in Deutschland leben, dann bekommen Sie das Daueraufenthaltsrecht der EU-Bürger.

 

Manchmal bekommen internationale Fachkräfte wenig Geld für Ihre Arbeit. Oder wenn Sie eine Ausbildung machen. Dann dürfen sie auch hier leben.

 

Sie brauchen keine Arbeitserlaubnis. Denn Ihr Heimatland gehört zur Europäischen Union (EU), zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder ist die Schweiz (CH). Sie dürfen wie Deutsche in Deutschland arbeiten. Sie dürfen auch eine Firma haben.

 

 

Weitere Informationen: Infoblatt Freizügigkeitsrecht auf http://www.ekiba.de/html/content/freizuegigkeitsrecht.html?&volltextstichwortsuche=F reiz%C3%BCgigkeit

 

2.   Wenn Ihr Heimatland ein Drittstaat ist:

 

Sie dürfen nur mit einem gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland leben. Sie dürfen nur arbeiten, wenn der Aufenthaltstitel es erlaubt. Der Aufenthaltstitel ist ein Dokument. Sie bekommen das Dokument in Deutschland. Aufenthaltstitel heißt auch Aufenthaltserlaubnis.

 

Am besten suchen Sie den Kontakt zur Deutschen Botschaft, bevor Sie nach Deutschland kommen. Beantragen Sie dort ein Visum (oder Alternative: Sagen Sie, dass Sie ein Visum brauchen). Ein Visum ist dasselbe wie ein Aufenthaltstitel. Es heißt in Ihrem Land und in Deutschland unterschiedlich.

 

Deutschland sucht internationale Fachkräfte. Deshalb ist es für internationale Fachkräfte aus einem Drittstaat leichter, in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

 

Lassen Sie sich deshalb von uns beraten! Kommen Sie zu uns oder rufen Sie uns an.

 

 

3.   Wenn Ihr Heimatland ein Drittstaat ist und wenn Sie Akademiker sind

 

Wenn Sie Akademiker sind, dann können Sie die „Blaue Karte EU“ bekommen. Die Blaue Karte EU ist eine Aufenthaltserlaubnis. Dazu müssen Sie eine akademische Stelle finden. Ihr Chef muss Ihnen ein Gehalt in bestimmter Höhe bezahlen. Das heißt in Deutschland auch „Einkommensgrenze“. Hier finden Sie die Einkommensgrenzen. Und Sie finden Informationen, wie Sie die Blaue Karte EU bekommen: http://www.bamf.de/DE/Migration/Arbeiten/BuergerDrittstaat/BlaueKarte/blaue-karte-node.html;jsessionid=A5E68E45C6931BD07A5B3F539687E858.1_cid286

 

 

Wenn Sie länger an Ihrer Stelle arbeiten und eine Blaue Karte EU haben, bekommen Sie nach 33 Monaten ein Daueraufenthaltsrecht. Wenn Sie gut deutsch sprechen und schreiben, bekommen Sie das Daueraufenthaltsrecht nach 21 Monaten. Ihre Familienangehörigen müssen dann außerdem kein Deutsch können, bevor Sie nach Deutschland reisen. Und sie dürfen nach Ihrer Ankunft sofort arbeiten.

 

Wenn Sie in Deutschland ein Studium abgeschlossen haben, dann können Sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Sie brauchen dazu einen akademischen Arbeitsplatz. Sie dürfen weniger als die Einkommensgrenze verdienen. Aber Sie müssen von diesem Gehalt leben können.

 

4.   Wenn Ihr Heimatland ein Drittstaat ist und wenn Sie keinen akademischen Ausbildungs-Beruf haben:

Für nicht-akademische Ausbildungsberufe können Sie auch einen Aufenthaltstitel bekommen. Sie dürfen mit diesem Aufenthaltstitel in Deutschland arbeiten. Damit Sie in Ihrem Beruf arbeiten können, brauchen Sie zuerst eine Anerkennug. Die macht das Regierungspräsidium Stuttgart. Das Regierungspräsidium Stuttgart ist eine Behörde. Wenn Sie die Anerkennung für Ihren Beruf bekommen, können Sie eine Arbeit in Baden-Württemberg finden. Dann bekommen Sie einen Aufenthaltstitel.

Reguläres Verfahren - So bekommen Sie den Aufenthaltstitel, wenn Sie aus einem Drittstaat kommen:

 

·      Nehmen Sie mit der Deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland Kontakt auf

·      Beantragen Sie ein Visum

·      Sie brauchen dazu ein Stellenangebot

·      Sie brauchen dazu Ihre Arbeitszeugnisse

·      Sie brauchen dazu ein Zeugnis über Ihre Deutschkenntnisse

·      Die Deutsche Botschaft prüft alles

·      Die Deutsche Botschaft nimmt Kontakt mit der BfA und der ZAV auf

 

Ein Visum kann viele Monate dauern. Aber das geht auch schneller. Der Chef einer Stelle kann deshalb mit der ZAV Kontakt aufnehmen. Er gibt der ZAV die Stellenanzeige. Und er sagt der ZAV, welche Qualifikationen die Bewerber haben sollen. Die ZAV prüft dann, ob ausländische Bewerber an dieser Stelle arbeiten dürfen. Wenn die ZAV das bestätigt, kann die Deutsche Botschaft schneller prüfen.

 

In Deutschland gibt es Anerkennungsstellen. Anerkennungsstellen prüfen, ob Ihre berufliche Qualifikation in Deutschland ausreicht. Dazu müssen Sie einen Antrag stellen. Sie können diesen Antrag auch schon in Ihrem Heimatland stellen. Stellen Sie den Antrag, bevor Sie ein Visum beantragen.

 


Hier finden Sie weitere Informationen: www.anerkennungsberatung-bw.de.

 

Vielleicht sagt die Anerkennungsstelle, dass Sie zuerst einen Lehrgang in Deutschland machen müssen. Dann dürfen Sie in Deutschland leben und arbeiten, solange der Lehrgang dauert.

 

Beschleunigtes Verfahren - So bekommen Sie den Aufenthaltstitel, wenn Sie aus einem Drittstaat kommen:

 

Seit dem 1.3.2020 ist das beschleunigte Verfahren in Kraft. Dadurch bekommen Sie schneller ein Visum und können schneller in Deutschland Arbeit aufnehmen. Bitte beachten Sie, der Antrag stellt Ihr zukünftiger Arbeitgeber. Sie haben Interesse und möchten wissen, wie das geht? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.



5.   Wenn Ihre Familie auch nach Deutschland kommen will

 

Ihre Familienangehörigen (Ehepartner oder Kinder unter 18 Jahren) können einen Aufenthaltstitel bekommen.

 

Das geht, wenn:

 

·      Sie selbst einen Aufenthaltstitel haben

·      Ihre Wohnung groß genug ist

·      Sie genügend Geld zum Leben haben oder genügend Geld verdienen

·      Ihre Familienangehörigen einfache Deutschkenntnisse haben

 

Ihre Ehepartner oder Kinder erhalten dann eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Sie können damit auch arbeiten.