Am 1. Dezember 2017, 9:30-12:30 fand im VOIR-Skyroom im Stuttgarter Bahnhofsturm die Veranstaltung

 

Zwischen Willkommenskultur und Alltagsrassismus

Kulturelle Vielfalt als Gestaltungsaufgabe in der Sozialwirtschaft

 

statt.

Ziel der Veranstaltung war es, einen aktiven Beitrag zur notwendigen Auseinandersetzung mit rechtsnationalistischen und rassistisch motivierten zu Denkweisen leisten. In dieser Situation stellen sich für die Unternehmen der Sozialwirtschaft viele Fragen: Wie soll ich mich als Arbeitgeber in diesem Zusammenhang positionieren? Wie können wir als Arbeitgeber hier mit all unseren Mitarbeitenden die Vielfalt gestalten?

 

Als Referentin und Referent konnten für die Veranstaltung Franziska Schröter vom Projekt "Gegen Rechts" der Berliner Friedrich-Ebert-Stiftung sowie Henning Flad von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus gewonnen werden. Begrüßt wurden die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Mitarbeitende und Führungskräfte aus Alten- und Pflegeeinrichtungen, von Ausbildungsstätten sowie Ministerien, vom Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Württemberg, OKR Dieter Kaufmann. „Wer verunsichert ist“, so Kaufmann, „versucht sich zu retten in die Abgrenzung.“ Und weiter: „Die Komplexität der Welt muss bewältigt werden. Das führt dazu, dass man Schubladen und Vorurteile hat.“ 

 

Franziska Schröter stellte in ihrem Referat die jüngste Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von Ende 2016 vor.  Unter dem Titel „Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände“ erfasst diese erstmals auch die Zustimmung und Ablehnung neurechter (rechtspopulistischer) Einstellungen in der Gesellschaft; mehr als 2000 Menschen, darunter ein Viertel mit Migrationshintergrund, wurden für die Studie befragt.

 

Als zweiter Referent kam der Politikwissenschaftler Henning Flad von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus zu Wort. „Bei der neuen Rechten ist der Liberalismus der Hauptgegner. Die Köpfe der neuen Rechten und der rechtspopulistischen Bewegungen sind anders als NPD und andere Rechtsextremisten. Das sind keine muskelbepackten Schläger, sondern promovierte Volkswissenschaftler.“ Die Nähe der rechtspopulistischen Bewegungen zur russischen Regierung gingen im gesellschaftlichen und politischen Diskurs viel zu stark unter. So gebe es eine „deutliche Sympathie“ für die russische Regierung, russische Regierungsvertreter nehmen an entsprechenden Veranstaltungen in Deutschland teil. 

 

Unter folgendem Link finden Sie eine TV-Reportage der L-TV aktuell zur Veranstaltung (ab 05:03 Min.).

 

Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie hier.  

 

Foto: Dagmar Kötting/ WCS
Foto: Dagmar Kötting/ WCS
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Foto: Dagmar Kötting/ WCS
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